– Den Alltag VON Kindern mit Gott in Verbindung bringen –

Die evangelistische Ausstrahlung

Von Anfang An

      Diese einfache und anschauliche Präsentation der Liebe Gottes primär für die Kinder bietet den Müttern die Möglichkeit, über ihr eigenes Gottesbild und ihre eigene Beziehung zu Gott nachzudenken. Dies führt für manche Mütter zu einer neuen oder erstmaligen Hinwendung zu Gott.
    Solche Kinderprogramme können auch evangelistisch eingesetzt werden: z.B. in Parks in Großstädten sammeln sich schnell sowohl Kinder als auch Erwachsene, wenn ein kleines Programm mit Liedern und Anschauungsmaterial gestaltet wird. Eine große Hilfe kann dieses Programm in Ländern sein, in denen keine christlichen Voraussetzungen vorhanden sind und die Grundzüge des Evangeliums auf ganz einfache Art vermittelt werden müssen.
Doris Braun(1955 – Juli 2024) , Gründerin, studierte Theologie und Anglistik und war seit 1985 Mitarbeiterin bei Jugend mit einer Mission (JMEM) in Hurlach (Bayern). Sie hatte das Von-Anfang-An-Programm mitentwickelt und zahlreiche Seminare dazu gehalten. Sie war verheiratet, Mutter von zwei Kindern und Großmutter von vier Enkeln.
Doris hinterlässt ein bleibendes Erbe – sowohl in ihrer Familie als auch in den vielen Menschen, die sie durch ihre Arbeit inspiriert und gestärkt hat.
– Verwendete Bibelübersetzung: Hoffnung für alle

Unsere Geschichte

Jeden Donnerstagvormittag wird unser Wohnzimmer zu einem lebendigen Ort voller Freude, Lachen und Entdeckungen. Etwa zehn Mütter kommen mit ihren Kindern im Alter von wenigen Wochen bis drei Jahren zusammen, um gemeinsam eine besondere Zeit zu erleben. Mit Liedern, Bewegung und liebevoller Begleitung erfahren die Kinder die Größe von Gottes Liebe.

Unsere Handpuppe Lisa begrüßt jedes Kind, und durch kleine Aktivitäten – wie das Betrachten eines Spiegels, gemeinsames Singen und spielerisches Entdecken der eigenen Sinne – lernen die Kinder, dass sie von Gott wunderbar geschaffen sind. Jede Fähigkeit, die Gott ihnen geschenkt hat, wird spielerisch erfahrbar gemacht, begleitet von Liedern und biblischen Geschichten, die ihre kleinen Herzen berühren.

Am Ende bekommt jedes Kind eine kleine Bibel, passend zum Thema des Tages, und wir schließen mit einem Dank- und Segensgebet. Die Kinder spielen weiter, während die Eltern in Austausch und Gemeinschaft gestärkt werden. So entsteht ein Raum, in dem Kinder und Eltern gleichermaßen ermutigt werden und sich auf die kommende Woche freuen.

Als Christen glauben wir, dass es für jedes Kind das Beste ist, Gott, unseren liebenden himmlischen Vater, von Anfang an kennenzulernen. Warum warten, bis Kindergarten oder Schule beginnen, bevor Kinder die Liebe Gottes entdecken? Gott hat uns Kinder anvertraut, und wir möchten ihnen von den ersten Lebensmonaten an ein liebevolles, geistlich nährendes Fundament schenken – eine Grundlage, auf der sie ihr ganzes Leben aufbauen können.

Warum VAA

Die ersten Monate und Jahre sind die prägendsten

Wie sinnvoll ist denn so eine Krabbelgruppe für die Kleinsten? Verstehen sie denn überhaupt etwas von der Botschaft, die ihnen vermittelt wird?
      Zahlreiche Untersuchungen und Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte kommen immer mehr zu dem Ergebnis, dass in den ersten Jahren ganz entscheidende Weichen für die spätere Intelligenz und Lebenstüchtigkeit der Kinder gelegt werden. Man könnte diese Entwicklung folgendermaßen veranschaulichen: Ein Baby kommt sozusagen mit einem “Minimalprogramm”auf seiner “Festplatte” (Gehirn) zur Welt. Alle Erfahrungen, die es macht, schreiben das Programm weiter.
     Das Gehirn benötigt in dieser Phase verlässlich wiederkehrende Informationen und Anregungen, die es am besten unmittelbar von Menschen bekommen sollte, da der emotionale Kontakt für die intellektuelle Entwicklung sehr wichtig ist.
     Über Begabungen und Persönlichkeitsmerkmale entscheiden nicht allein die Gene, sondern auch die Erfahrungen, die ein Baby in den prägenden ersten Monaten und Jahren macht. Wolf Singer, Neurowissenschaftler am Frankfurter Max-Planck-Institut für Hirnforschung, fasst das Ergebnis seiner Untersuchungen folgendermaßen zusammen: “Es sind immer die Signale aus der Umwelt, die beeinflussen, wie sich die genetische Information entwickelt.”
 
  In diesen ersten Monaten werden auch wichtige emotionale Grundlagen gelegt – das Urvertrauen bildet sich. Wenn das Baby gut versorgt wird und seine Bedürfnisse gestillt werden, wenn es Liebe und Annahme erfährt, dann entwickelt sich die Fähigkeit, anderen zu vertrauen, sich anderen anzuvertrauen, was eine wichtige Voraussetzung für die spätere Beziehungsfähigkeit ist.
   Diese Erkenntnisse zeigen, dass es sehr sinnvoll ist, schon den Kleinsten in ihr Fundament Gottes Liebe, Annahme und Geborgenheit hineinzulegen. Wenn sie immer wieder hören, dass Gott sie wunderbar geschaffen hat, wird es ihnen später leichter fallen, ihre Identität nicht primär in ihren Leistungen zu suchen, sondern in Gottes Ja zu ihnen. Damit ist auch die existentielle Frage “Woher komme ich?” schon beantwortet.
     Die Botschaft von Gott, dem Schöpfer, der die Welt um uns herum so vielfältig und wunderbar gemacht hat, zeigt Gottes Fürsorge für uns Menschen und vermittelt das Gefühl von Wertschätzung und Geborgenheit, was wiederum das Urvertrauen stärkt.

Our Audience

Gottes Auftrag an uns Eltern

Aber es sind nicht  nur diese Überlegungen und Forschungsergebnisse, die uns motivieren sollten. Darüber hinaus gibt Gott uns Eltern den Auftrag, unsere Kinder mit ihm bekannt zu machen: “Was wir gehört und erfahren haben, … das wollen wir auch unseren Kindern nicht verschweigen. Jede Generation soll von den mächtigen Taten Gottes hören, von allen Wundern, die er vollbracht hat. … So soll jede Generation seine Weisungen kennen lernen – alle Kinder, die noch geboren werden. … Sie alle sollen auf Gott ihr Vertrauen setzen und seine Machttaten nicht vergessen.” (Ps 78,3-7).
      Wir sollen also der nächsten Generation von dem weitersagen, was wir von Gott wissen, was wir mit ihm erleben und unsere Kinder ihrem Alter entsprechend mit in unsere Beziehung zu Gott hinein nehmen. Unsere Kinder sollen die Möglichkeit bekommen, Gott im Alltag zu erleben und nicht nur am Sonntag in der Kirche oder Gemeinde. Dies kann schon im Alltag von Babys und Kleinkindern seinen Ausdruck finden, z. B. im Dankgebet für das Essen bzw. Trinken, beim Abendgebet vor dem Einschlafen, im Hinweis, dass Gott das Kind und die ganze Schöpfung um uns herum so wunderbar gemacht hat etc. So wächst das Kind mit dem Bewusstsein auf, dass es jemanden gibt, der immer da ist, für es sorgt, an den es sich wenden kann, von dem es geliebt wird. Und dieses Wissen legt ein wichtiges Fundament von Liebe, Annahme und Geborgenheit. So können sie lernen, ihr Vertrauen auf Gott zu setzen und später auch in schwierigen Zeiten sich an ihre Erfahrungen von Gottes Hilfe und Treue erinnern.
   Inzwischen gibt es schon viele Mutter-Kind-Gruppen und Kindergottesdienst-Gruppen, die nach dem oben beschriebenen Programm “Gott kennen lernen von Anfang an” arbeiten. Die Mütter kommen gerne und sind erstaunt, wie die Kinder mitmachen. Man merkt, dass sie die Lieder kennen und nach und nach immer mehr Wörter mitsingen. Die Kinder setzen die Erwachsenen immer wieder in Erstaunen mit dem, was sie alles schon verstehen, aufnehmen und wiedergeben können.

Grundwerte

Das Herz von Von Anfang An

Kleinkinder sollen von Gott hören

  •  Gott liebt Kinder von Anfang an; sie sind für ihn wichtig und wertvoll (Mt 18,1–5; Ps 139,13–16).
  •  Gott gibt Eltern den Auftrag, ihre Kinder biblisch zu unterweisen (Ps 78,3–8; 5.Mose 6,5–7)
  • Kinder lernen in den ersten Jahren so viel wie nie mehr später im gleichen Zeitraum 
  • In den ersten Jahren werden Grundmuster angelegt, die das spätere Leben und Denken prägen
  • Als Christen haben wir die Aufgabe, „Saat“ auszusäen (Mt 13). Auch in die Herzen der kleinen Kinder können wir Gottes Wort pflanzen.
  • Wir sollten darauf achten, daß Gottes Wort und Gottes Liebe im Leben unserer Kinder wurzeln können, bevor „Dornen und Unkraut“ das Wachstum des göttlichen Samens behindern – also bevor unsere Kinder durch andere Denkvoraussetzungen geprägt werden

Biblische Werte vermitteln

  • Den Kindern sollen – auf eine ihnen entsprechende Art – biblische Grundwerte und ein biblisches Gottesbild vermittelt werden:
    • ​Gottes Liebe und bedingungslose Annahme
    • Gott ist der Schöpfer der Natur und aller Lebewesen.
    •  Gott ist der Beschützer und Versorger.
    •  Gott ist unser Vater.
    •  Gott hat auch mich geschaffen und gewollt; ich bin für Gott wichtig und wertvoll.
    • Die Bibel ist Gottes Offenbarung an uns.
    •  Jesus, unser Freund
    •  Gebet
    •  Leben in der Familie

Täglich neue Gelegenheiten

  • Der Alltag bietet viele Möglichkeiten, den Kindern von Gott zu singen und zu  erzählen:
    • beim Wickeln: „Gott hat dich schön gemacht.“
    •  beim Stillen: „Danke, Vater, für die Milch.“
    •  beim Spazierengehen: „Gott hat die Bäume gemacht.“

Programm für Mutter-Kind-Kreise und Kindergottesdienst

  • Um mehrere Kinder zu erreichen, kann man kurze Kinder- programme (10–20 Minuten) mit den erwähnten Inhalten zusammenstellen, die in Mutter-Kind-Kreisen oder im Kinder-
    gottesdienst eingesetzt weden können.
    Unsere Erfahrungen und ausführliche Anleitungen wurden im VAA-Handbuch zusammengefasst.
    Außerdem werden
    Tagesseminare zum Thema angeboten.